Mehr Ideen zwischen Selfmade-Golf und Schreibblockade in Egg März 2006


Ein bewährter Hintergrund zur Ideenfindung war auch beim letzten Album "Viel" schon die geschwungenen Weiden vor dem Vorarlberger Bergpanorama in Egg im schönen Bregenzer Wald. Eine kleine Hütte am Ortsrand wo man völlig gefahrlos mal nackt im Kreativrausch zum Urschrei auf die Wiese wetzen kann. Hier wollen wir zwei Wochen aufeinander hocken und die ersten Albumwege begehen.


So sieht sie aus, die Angst vor der drohenden Schreibblockade, die immer wieder auftaucht und mich fix und fertig macht. Jetzt hilft nur noch abschalten aller sozialen Funktionen und vor allem auch abschalten des eigenen Zensors im Gehirn, der jede Idee sofort schon auf der fertigen Platte und von Kritikern zerfetzt sieht, dabei gehört ja leider auch das Verwerfen von Ideen zum Prozess des Findens der guten Idee. Und dieser Zustand hat leider nie Feierabend. Man geht damit ins Bett und steht morgens damit auf. Wir haben sie die "Fornika" genannt. In diesen Momenten sehne ich mich sehr nach einem normalen Bürojob, der nach Feierabend nicht mehr in meinem Gehirn zu sein braucht. Jaja, die romantische Vorstellung des Künstlers von geregelter Arbeit. Weiß natürlich selber, daß das nur Romantik ist.


Wie aus dem Clubtourtagebuch 2005 bekannt, sind Michi und ich begeisterte Hobbygolfer geworden. Also haben wir uns von einem Versand übers Internet drei Golflöcher plus Fahnen schicken lassen und in die Kuh-Wiesen hinterm Haus gehauen. So haben wir einen kleinen Drei-Loch-Kurs. Bedauerlicherweise wurden Tags darauf die Äcker naturgedüngt. Also haben wir statt Sandbunker eben Güllebunker. Echte Golffans erschüttert das nicht. Hier sehen wir Michi beim Annäherungsschlag des Par 3 Schlusslochs gleich vorm "Clubhaus". Jeden Morgen erstmal Güllegolf. Das war durchaus inspirierend.


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